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Der
Holunder ist eine magische Pflanze, wissenschaftlich anerkanntes Heilmittel
und Zutat schmackhafter Speisen und Getränke.
Bei den Germanen galt der Holunderbaum als der Sitz der Göttin
Holla. In Grimms Märchen heißt sie „Frau Holle“.
Im Mittelalter glaubte man einerseits, der Holunder stünde mit
bösen Geistern in Verbindung. Andererseits wurde der Holunder
zum Schutz vor Dämonen als Hausbaum gepflanzt. Aber auch Hexen
hatten einen Holunderbaum in ihrem Garten.
So widersprüchlich der Glaube an die magischen Kräfte war,
unbestritten ist seit der Antike die heilsame Wirkung der Blüten
und Beeren dieser Pflanze.
Die bekannteste der insgesamt 25 Holderarten ist der Schwarze Holunder. Mit zunehmender Größe verwandeln sich die rasch wachsenden Holundersträucher in bis zu 14 Meter hohe Bäume mit bis zu 40 cm starken Stämmen.
Im Frühjahr präsentiert sich der Holunder im weißen Gewand; die Hollerblüten entsprechen den Schneeflocken im Märchen von „Frau Holle“. Im September trägt er tiefschwarze Beeren mit blutrotem Saft.
Aus den Blüten und Beeren können vielfältige Heilmittel hergestellt werden.
So ist zum Beispiel der Tee aus Holunderblüten blutreinigend, schweißtreibend, lindert Krämpfe und wirkt gegen Blähungen. Gekochte Holunderbeeren regen die Stoffwechsel an und helfen bei Rheuma und Ischias. Zur Reinigung der Gesichtshaut dient ein Dampfbad mit einem halben Kilo Holunderblüten. Holunder schützt vor Infekten, wie eine Studie der Universität Jerusalem nachwies. Die Eiweißstoffe des Holunders fangen die Erreger ab, bevor sie die Zellen angreifen können.
Auch in der Küche ist der Holunder eine willkommene Zutat z.
B. für Holunder-Pfannkuchen, Holunderblüten-Sekt, Holunder-Gelee
oder Hollerkuchen.
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